Vom 7. bis 12. September 2026 hieß es für die Oberstufe: Koffer packen, Reisepass einstecken und ab nachEngland! Mit fünf Lehrkräften und der Jahrgangsstufe 12 machten wir uns auf den Weg – und schon der Start hatte alles, was eine gute Klassenfahrt braucht: einen pünktlichen Bus, gespannte Vorfreude und … einen Schüler, der noch nicht ganz bereit für die Abfahrt war. Während der Bus bereits unterwegs war, wurde kurzerhand die erste Raststätte zum Treffpunkt erklärt. Dort wurde unser „verlorenes“ Crewmitglied eingesammelt und die Fahrt konnte tatsächlich vollständig beginnen.
Tag 1 – Goodbye Germany, hello England!
Unser erster großer Zwischenstopp war Dunkerque (Frankreich). Von dort ging es mit der Fähre über den Ärmelkanal nach Dover. Spätestens auf dem Schiff war klar: Jetzt sind wir wirklich in England angekommen. Natürlich durfte dabei eine erste Portion Fish & Chips nicht fehlen – die perfekte Einstimmung auf die kommenden Tage und zugleich die erste typisch britische Erfahrung unserer Reise. Von Dover aus fuhren wir weiter nach Canterbury, wo wir auf dem Campus der University of Kent unsere Unterkunft bezogen. Die Häuser wurden erkundet, Zimmer verteilt und Koffer ausgepackt. Nach der langen Anreise ließen wir den ersten Abend gemütlich ausklingen – schließlich lagen noch einige ereignisreiche Tage vor uns.
Tag 2 – Rain, Canterbury & Cricket
Der zweite Tag begann mit einem Wetter, das der Insel Britannien alle Ehre machte: “It’s raining cats and dogs!” Bei unserer Stadtführung durch Canterbury konnten wir die historische Stadt zwar kennenlernen, allerdings nicht unbedingt trocken. Nach der Stadtführung stand Cricket auf dem Programm. Für viele von uns war das erste aktive Aufeinandertreffen mit einer Sportart, die in Deutschland eher unter „schon mal davon gehört“ fällt. Nach einigen Erklärungen, Versuchen und vermutlich auch dem einen oder anderen Fragezeichen im Gesicht blieb vor allem eines hängen: Cricket ist definitiv britischer, als es auf den ersten Blick aussieht.
Tag 3 – London, Vlogs & Fußball bis tief in die Nacht
Am dritten Tag ging es schließlich in die britische Hauptstadt: London! Von Greenwich aus liefen wir zunächst zur Themse und erkundeten Londons Sehenswürdigkeiten, die zuvor immer nur im Englischbuch zu sehen waren, vom Wasser aus. Danach hieß es: Freizeit! Ob Shopping in der Oxford Street, Erkundung von Sehenswürdigkeiten, Essen in Chinatown oder einfach durch die Straßen treiben lassen: Für jeden war etwas dabei. Und während der Großteil der Gruppe den Abend zurück in Canterbury (im Pub oder den Behausungen) verbrachte, machte sich Herr Flaig gemeinsam mit einigen Schülerinnen und Schülern noch auf den Weg zu einem Fußballspiel in London. Die Rückfahrt vom Fußball entwickelte sich allerdings zu einer kleinen nächtlichen Odyssee: Aufgrund des Londoner Verkehrs und eines öffentlichen Busfahrers, der offenbar nicht ganz sicher war, wo es langging, dauerte der Heimweg deutlich länger als geplant.
Tag 4 – Mittelalter, Klippen & Küstenwanderung
Nach London und für einige einer entsprechend kurzen Nacht ging es am vierten Tag wieder zurück in die Geschichte Englands. Unser Ziel war Bodiam Castle, eine beeindruckende mittelalterliche Burganlage in East Sussex. Für einen Moment fühlte es sich tatsächlich an, als wären wir in eine andere Zeit zurückversetzt worden. Anschließend ging es noch an die Küste. In der Umgebung von Beachy Head erwartete uns eine Wanderung entlang der berühmten Küstenlandschaft bis nach Eastbourne. Steile Klippen, Meerblick und frische Seeluft sorgten dabei für einen ganz anderen Eindruck von England als noch am Tag zuvor im Großstadtdschungel Londons.
Tag 5 – Chaucer, Canterbury & Goodbye England
Am fünften Tag kehrten noch einmal alle zusammen nach Canterbury zurück. In der „Canterbury Tales Immersive Experience“ wurde die mittelalterliche Welt Chaucers mit Schauspiel, Kulissen, Geräuschen und verschiedenen Effekten zum Leben erweckt. Am Nachmittag hieß es dann endgültig: Goodbye, England! Auf dem europäischen Festland wartete schließlich die lange Nachfahrt nach Deutschland. Was folgte, war vermutlich die längste Nacht der gesamten Reise: Schlafen im Bus klingt deutlich gemütlicher, als es tatsächlich ist. Am Morgen erreichten wir schließlich wieder Bad Berka – müde, aber mit vielen neuen Eindrücken, zahlreichen Fotos und vor allem jeder Menge Geschichten, die wohl noch lange erzählt werden.
